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Innovationspreis

Wer gut ausgebildet ist, hat gute Chancen für eine berufliche Karriere – warum wir den Innovationspreis gewannen.

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Musterunternehmen in Sachen Ausbildung

Wer gut ausgebildet ist, hat gute Chancen für eine berufliche Karriere. Der Eislinger Maschinenbauer Hinterkopf GmbH erhält den erstmals ausgeschriebenen Innovationspreis Ausbildung der IHK Region Stuttgart für seine besonderen Leistungen auf diesem Gebiet.

EISLINGEN
Bis vor kurzem wurden die eigenen Lehrlinge des ersten Ausbildungsjahres noch extern unterrichtet. Inzwischen ist es anders herum. Neben den 27 eigenen Lehrlingen bildet die Firma Hinterkopf noch fünf weitere Azubis aus anderen Firmen aus. In Sachen Ausbildung hat sich die Eislinger Anlagenbaufirma zu einem Musterunternehmen entwickelt. Dafür hat sie den erstmals ausgeschriebenen Preis der IHK Region Stuttgart für innovative Ausbildung erhalten.

Gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Phase wurde speziell in die Ausbildung eigener Fachkräfte investiert und eine neue Lehrwerkstatt gebaut. Für 335000 Euro hat das 257 Mitarbeiter zählende Unternehmen ein Ausbildungszentrum nach den neuesten technologischen Anforderungen geschaffen. Damit will man bei Hinterkopf eine unabhängige Sicherung des eigenen Bedarfs an Fachkräften sichern. "Unsere Lehrwerkstatt ist gleichzeitig Kommunikationszentrum zwischen Fachabteilung und Ausbildungsbereich", erklärt Firmenchef Alexander Hinterkopf. Das Unternehmen entwickelt und baut Anlagen zur vollautomatischen Produktion von Tuben und Dosen aus Kunststoff und Aluminium. Gefertigt, geliefert und montiert wird weltweit. Weltmarktführer ist man bei Anlagen zur Dekoration von zylindrischen Hohlkärpern. Darunter wird das Bedrucken von Dosen oder Tuben verstanden.

"Entsprechend groß wie die Produktpalette von Hinterkopf ist auch die Bandbreite der Ausbildungsberufe in der Firma", betont Alexander Benisch, Leiter des Personalwesens. "Industrie-, Zerspanungs- oder Konstruktionsmechaniker; vom Mechatroniker bis hin zum Industrie- und Informatikkaufmann"; fast ein Dutzend Ausbildungsberufe. Die beiden Ausbildungsleiter Michael Ott und Dennis Räder kümmern sich hauptamtlich um die Auszubildenden.
Bei Hinterkopf freut man sich, unter 39 Bewerbern den Innovationspreis Ausbildung erhalten zu haben. Die Preise waren in den Kategorien Kleinbetriebe, mittelständische Unternehmen und Großbetriebe vergeben worden. Im Beisein von Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Walter Däring hatte Seniorchefin Anna Hinterkopf bei einer Feierstunde in Stuttgart Urkunde und Pokal entgegennehmen dürfen. Dabei wurde auch das besondere soziale Engagement der Firma hervorgehoben. In der Lehrwerkstatt finden zum Beispiel Praktika für Lehrer statt und mit den Auszubildenden wird zum Ende der Lehrzeit eine zweiwächige Exkursion gemacht. Dabei dürfen die fertigen Azubis auch schon mal ins Ausland reisen.

- Hans Steinherr
NWZ vom 26. Mai 2004